work

For the seventh exhibition at Essays and Observations, we have decided to look at problems around presentation and representation, and the Benjaminian concept of “aura.” In our second show, “The Mistake,” in September 2010, we gathered together different opinions on how a particular object stemming from an artistic context actually becomes an “art object.” This show made clear how some objects carry their context with them, and that some do not.

For “Work,” we have asked Cornelia Schmidt-Bleek, Hervé Humbert, Jeremiah Day, Michael Baers, and Sally Underwood not to show artworks as such, but rather to consider a particular artwork for which they are responsible, and show what went into the making of it. This could be many things—preparatory sketches, tools, some notepaper with phone numbers on it, an assistant, a piece of literature from which the piece was derived, pencils, brushes, and so on—the list of potential objects that can be shown is without limit. All the stuff that doesn’t get exhibited, but which goes into the making of an artwork.

These “accumulations” (or “repositories”) require the artists in this exhibition to consider what they wish to show to educe the absent piece, and how. It is a situation similar to that of making the piece in question—what should be included, what should be left out? For every artist the answers are likely to vary. But we nevertheless see an opportunity here to question some current uses of Benjamin’s idea of “aura.” For the differing artistic approaches are structurally comparable.

“Aura” is an easily grasped concept, and as such is, like so much of the terminology in use in the contemporary art world, subject to abuse. What “aura” does a paintbrush have? Certainly it can occasion something, but should we call this “aura?” The “accumulations” presented in “Work” will certainly provoke answers to these questions, in particular how they relate to problems around how we define representation in art, and what we apprehend as an artistic presentation.

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Für die siebte Ausstellung bei Essays and Observations haben wir uns entschieden, einen Blick auf die Probleme der Präsentation und Repräsentation sowie Benjamins Konzept der „Aura“ zu werfen. In unserer zweiten Ausstellung „The Mistake“ im September 2010 sammelten wir ganz unterschiedliche Meinungen darüber, wie ein bestimmtes aus dem Kunstkontext stammendes Objekt zum „Kunstobjekt“ wird. Diese Ausstellung machte deutlich, dass manche Objekte ihren Kontext bereits in sich tragen, andere nicht.

Für „Work“ haben wir Cornelia Schmidt-Bleek, Hervé Humbert, Jeremiah Day, Michael Baers und Sally Underwood gebeten, nicht Kunstwerke als solche zu zeigen, sondern stattdessen, mit einer bestimmten Arbeit im Kopf, das, was in deren Entstehungsprozess einfloss. Das können zahlreiche Dinge sein – vorbereitende Skizzen, Werkzeuge, notierte Telefonnummern, ein Assistent, ein Stück Literatur, auf dem die Arbeit basiert, Stifte, Pinsel und so weiter – die Liste der möglichen Gegenstände ist unerschöpflich. All die Dinge, die normalerweise nicht ausgestellt, aber für die Entstehung der Arbeit unerlässlich sind.

Diese „Akkumulationen“ (oder „Repositorien“) erfordern von den Künstlern, sich darüber im Klaren zu sein, was genau sie zeigen wollen, um das abwesende Kunstwerk vorstellbar zu machen, und wie. Diese Situation ist ähnlich der, in der die eigentliche Arbeit entsteht – was schließe ich mit ein, was lasse ich beiseite? Die Antworten darauf sind vermutlich für jeden Künstler verschieden. Nichtsdestotrotz sehen wir hier die Möglichkeit, die Art und Weise, in der Benjamins Idee der „Aura“ gegenwärtig gebraucht wird, in Frage zu stellen, da die unterschiedlichen künstlerischen Vorgehensweisen strukturell vergleichbar sind.

„Aura“ ist ein einfach zu begreifendes Konzept und als solches, wie so viele in der zeitgenössischen Kunst gebrauchten Begriffe, Gegenstand von Missbrauch. Welche Aura etwa hat ein Pinsel? Gewiss kann er etwas hervorrufen, aber sollten wir dies „Aura“ nennen? Die „Akkumulationen“, die in der Ausstellung „Work“ gezeigt werden, geben Antworten auf diese Fragen. Insbesondere darauf, wie diese mit dem Problem, wie wir Repräsentation in der Kunst definieren, in Beziehung stehen und was wir unter künstlerischer Präsentation verstehen.

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